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Segeln in Kroatien – unsere größten Pannen

by Chris

Zwar löste die Vorstellung, einige Tage zu segeln in Kroatien, in Marie gemischte Gefühle aus, aber dies schien wie die willkommene Gelegenheit, endlich das Trauma von den Philippinen zu überwinden. Und um es direkt vorweg zu nehmen: Maries Magen spielte sehr gut mit und stellte kein Problem bei unserem Segeltrip durch kroatische Gewässer dar. Dafür schlichen sich einige andere große und kleine Pannen ein, von denen ich euch nachfolgend erzählen möchte.

Chris, der temporäre Skipper, beim Segeln in Kroatien


Die richtige Abholzeit der gecharterten Jacht

Wieso wir genau auf die abwegige Idee kamen, dass wir unsere Jacht schon morgens abholen könnten, weiß ich gar nicht mehr so genau. Jedenfalls düsten wir voller Erwartungen nach einem Tag in Split mit einem Uber zum Hafen, da wir den Beginn unseres Segeltörns kaum erwarten konnten.

Boote voraus beim Segeln in Kroatien

Nachdem uns die Dame der Charterfirma erst einmal noch zusätzliche 200 € für GPS und Außenborder abknöpfte, verkündete sie uns freudig, dass unsere Jacht voraussichtlich gegen 16 Uhr startklar wäre. Weswegen hatten wir uns nochmal so früh aus dem Bett gequält? Immerhin hatten wir jetzt genügend Zeit, um die Einkäufe für die kommenden Tage zu erledigen.


Wo sind denn die ganzen Häfen beim Segeln in Kroatien?

Als wir endlich unsere Jacht erhielten, war es schon zu spät, um noch große Distanzen zurückzulegen. Also fuhren wir nur zwei Stündchen raus und testeten unser neues Zuhause auf dem Wasser erst einmal ausgiebig und kehrten aus Kostengründen in den Heimathafen zurück, denn dort kann man kostenlos die Nacht verbringen.

Unser "Heimathafen" mit jeder Menge Yachten beim Segeln in Kroatien

Am nächsten Morgen ging es recht früh los und wir legten einiges an Strecke zurück. Als wir an der Insel Vis dann leider feststellten, dass nirgendwo ein Hafen in Reichweite liegt, beschlossen wir kurzerhand, dass wir einfach in einer ruhigen Bucht ankern werden. Das Problem der fehlenden Häfen begleitete uns dann noch die nächsten Tage beim Segeln in Kroatien. Vielleicht hätten wir uns vorher etwas besser informieren sollen…


Und das ist jetzt sicher?

Nach einigen Versuchen konnten wir eine geeignete Bucht finden, in der bereits ein weiteres Schiff vor Anker lag. Da Marie und ich gar keine Segelerfahrung haben und unser Freund, der die Jacht mietete, kaum Erfahrung beim Ankern hatte, stellte sich das folgende Ankermanöver als recht schwierig heraus. Scheinbar lag der Anker aber gut und wir befestigten zur Sicherheit noch ein Schiffstau am Festland und genehmigten uns das Abendessen nach einem langen Segeltag.

Unser Ankerplatz in einer einsamen Bucht beim Segeln in Kroatien

Im Anschluss gefiel uns die Position unseres Schiffes aber nicht mehr so gut, da wir gefährlich nahe an den Klippen trieben und wir begannen im Dunkeln, die Jacht neu zu positionieren. Zwar immer noch nicht ganz zufrieden, aber die einbrechende Dunkelheit bot uns keinen Spielraum mehr für neue Manöver. Die folgende Nacht war demzufolge recht kurz und geprägt von der Angst, jederzeit auf die Klippen getrieben zu werden. Es ging aber alles gut!


Nicht das auch noch

Kurz nach unserem zweiten Ankermanöver passierte mir aber noch ein weiteres Maleur, das irgendwie alle Anwesenden in Zeitlupe gesehen haben, aber keiner war noch in der Lage, etwas zu ändern. Um das Schiffstau an Land zu befestigten, nutzten wir ein kleines Beiboot mit Außenborder. Zur Sicherheit befindet sich der Außenborder natürlich nicht die ganze Zeit am Beiboot, sondern ist meistens am Segelboot befestigt.

Unser Beiboot beim Segeln in Kroatien

Hierzu wollte ich nach gelungenem Ankermanöver den Außenborder an Fabian weiterreichen, aber rutschte mitsamt Motor aus und fiel ins Wasser. Immerhin ließ ich diesen nicht zum Grund sinken, sondern schaffte es irgendwie, ihn aufs Boot zu hieven. Nach einigen Zicken sprang der Außenborder am nächsten Tag dann auch wieder an. Glück gehabt!


Jetzt wird es teuer beim Segeln in Kroatien

Auf unserem Weg nach Dubrovnik machten wir einen Stopp an der Blauen Lagune und genehmigten uns ein erfrischendes Bad. Als ich wieder vorne zur Jacht wollte, um einen tollkühnen Sprung ins kühle Nass zu machen, rutschte ich aus und fiel mit dem Ellenbogen auf die vordere Luke.

Ein erfrischendes Bad in der blauen Lagune beim Segeln in Kroatien

Das Ergebnis waren ein dicker Riss im Plexiglas und eine ordentliche Schnittwunde am Ellenbogen. Da die Vollkaskoversicherung für den Schaden nicht aufkommen wollte, musste ich für diesen Sturz tief in die Tasche greifen und 150 € auf den Tisch legen.


Vorsicht mit der Toilette beim Segeln in Kroatien

Zwar waren die Rohre vermutlich vorbelastet, aber letztlich musste ich mich als Verursacher melden. Mir fiel hinter der Toilette etwas Flüssigkeit auf, die sich gesammelt hatte und ich wollte diese beseitigen. Da ich hierzu Klopapier nahm und wahrscheinlich zu viel davon auf einmal abpumpte, verstopfte im Anschluss die Toilette.

Das kleine Fischerdorf Racisce auf der Insel Korcula beim Segeln in Kroatien

Keine schöne Sache, da wir knappe zwei Tage keine funktionsfähige Toilette mehr an Bord hatten und dies ebenfalls wieder recht teuer wurde; hierfür waren nachher gute 100 € fällig.


Der größte Fehler: eine schlechte Planung

Unsere mangelhafte Planung blitzte an der einen oder anderen Stelle vielleicht schon etwas durch 😉 Wirklich gravierend wurde es aber erst, als wir am dritten Tage feststellten, dass wir Dubrovnik wohl niemals pünktlich erreichen werden. Fabian musste das Segelboot immerhin einige Tage später wieder zurück bringen und so entschlossen wir nach einigem Hin und Her, dass Umkehren die sinnvollste Option ist.

Ein Rudel Delfine kreuzte unseren Weg beim Segeln in Kroatien

Da wir ohnehin einen recht ambitionierten Reiseplan für unsere Balkantour hatten, verkomplizierte sich dieser noch etwas mehr. Zum Glück fanden wir eine gute Busverbindung von Korcula nach Dubrovnik und verloren so gut wie keine weitere Zeit. Auch Fabian schaffte problemlos die Rückreise und konnte die Jacht rechtzeitig wieder abgeben.


Wir hatten auch eine Menge Spaß beim Segeln in Kroatien

Nach der Lektüre dieser Zeilen mögt ihr vielleicht denken, dass unser Segeltrip in Kroatien eine absolute Horror-Erfahrung war und wir nie wieder einen Fuß auf ein Segelboot setzen werden. Das genaue Gegenteil ist aber der Fall und wir möchten mit einer besseren Planung unbedingt nochmal eine Segeltour machen.

Marie sitzt auf dem Segelboot vor einem wunderschönen Sonnenuntergang beim Segeln in Kroatien

Denn neben einem gebrochenem Zeh, einer Schnittwunde am Ellenbogen und einem leeren Portmonnaie bringen wir eine Menge wundervoller Erfahrungen mit, die wir beim Segeln in Kroatien sammeln konnten.


 Warst du auch schon segeln in Kroatien? Oder kennst du ähnliche Pannen beim Segeln? Erzähle uns doch davon in den Kommentaren! 

 

 

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Zusammenfassung
Segeln in Kroatien – unsere größten Pannen
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Segeln in Kroatien – unsere größten Pannen
Beschreibung
Beim Segeln in Kroatien haben wir Höhen und Tiefen erlebt und wir möchten euch in diesem Artikel unsere größten Pannen vorstellen!
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