Bohol ist die zehntgrößte Insel der Philippinen und gehört zur Inselgruppe der Visayas. Die Anreise erfolgt entweder mit der Fähre oder dem Flugzeug. Die meisten Fähren verkehren von Cebu aus, das nordwestlich von Bohol liegt.
Der größte und bekannteste (und wahrscheinlich auch teuerste) Anbieter ist OceanJet, bei dem die Überfahrt ca. 10 Euro kostet. Gepäck muss im Regelfall gegen Bezahlung extra aufgegeben werden, aber ein Versuch dieses kostenlos mitzunehmen lohnt sich auf jeden Fall (hat einige Male bei uns funktioniert).
Ansonsten darfst du dich nicht zu sehr auf den Fahrplan auf der Webseite von OceanJet verlassen, da die Fähren doch zu ganz anderen Zeiten fahren. Ich meine mich aber zu erinnern, dass die Verbindung sieben Mal täglich angeboten wird. Weitere Anbieter sind u.a. SuperCat und MV Starcraft.
Die Tickets kannst du direkt am Hafen kaufen, was bei uns immer problemlos funktioniert hat. Du wirst bei einem Besuch der Philippinen feststellen, dass bei jeder Gelegenheit (Hafen, Flughafen, Insel, touristische Attraktion, usw.) eine Gebühr (Fee) gezahlt werden muss, weshalb die Philippinen auch manchmal den Spitznamen „Feelippines“ tragen. Daher im Idealfall immer etwas Kleingeld bereit halten.
Panglao Island – Sextourismus am Alona Beach
Während unseres Aufenthaltes auf Bohol haben wir unsere Zelte auf der vorgelagerten Insel Panglao aufgeschlagen. Rund um den bei Touristen beliebten Alona Beach befinden sich zahlreiche Unterkunftsmöglichkeiten von einfach bis luxuriös. Wir kamen mit der Fähre am Hafen von Tagbilaran an. Von dort nahmen wir ein Tricycle zum Alona Beach, für das du nicht mehr als 250 – 300 Peso zahlen solltest.
Vorab hatten wir bei Agoda einige Unterkünfte recherchiert und unsere Wahl fiel auf Cherrys Home. Wir kamen ohne Buchung bei der Unterkunft an und ließen uns zunächst ein Zimmer zeigen, dessen Mobiliar zwar etwas veraltet, aber ansonsten sauber und geräumig war. Da wir etwas irritiert waren, weil der aufgerufene Preise teurer als bei Agoda war, buchten wir nach längeren Diskussionen erstmal nur für eine Nacht und sahen uns ohne Gepäck einige weitere Unterkünfte in der Gegend an. Letztlich überzeugte uns keine besser und wir verlängerten für drei weitere Nächte bei Cherrys Home.
Der Alona Beach ist ein schöner Sandstrand, der touristisch allerdings sehr überlaufen ist. Vor allem trafen wir hier eine auffallend hohe Konzentration von Sextouristen an. Es scheint den Herren auch nicht sonderlich peinlich zu sein, teilweise gleich mit zwei blutjungen Philippinerinnen, die ihre Enkelinnen sein könnten, im Arm rumzulaufen.
Währenddessen werden lieber munter Selfies produziert, die wahrscheinlich zum Prahlen in die Heimat gesendet werden. Bei einem Besuch auf den Philippinen wirst du wahrscheinlich in vielen Teilen ähnliche Beobachtungen machen, aber nirgendwo habe ich dies während unserer Reise so ausgeprägt erlebt wie am Alona Beach. Da wir zusätzlich alle paar Minuten angesprochen wurden, ob wir nicht irgendwelche Touren, Massagen, Tauchkurse oder was auch immer buchen möchten, haben wir unsere Zeit am Alona Beach auf ein wenig schwimmen und ein abendliches Essen mit Feuershow am Wasser begrenzt.
Ausflugstipp: Die Bohol Bee Farm

Entspannen kannst du anschließend auf dem Sonnendeck oder du gehst schnorcheln, wenn dir nach etwas mehr Action ist. Die Bohol Bee Farm bietet ebenfalls zahlreiche Zimmer zum Übernachten an und die selbst produzierten Produkte im hauseigenem Laden sind schöne Mitbringsel für alle Daheimgebliebenen.
Touristenattraktionen: Chocolate Hills & Koboldmaki

Es gibt zwei verschiedene Aussichtsplattformen – wir haben Sagbayan Peak besucht. Die Anreise haben wir mit dem Roller unternommen, was problemlos möglich ist. Allerdings solltest du vielleicht über eine gepolsterte Hose nachdenken, da ca. 90 km für eine Strecke mit der Zeit am Hintern schmerzen. Alternativ werden geführte Touren von Panglao wie Sand am Meer angeboten. Leider war das Wetter während unseres Besuchs sehr durchwachsen, aber der Ausblick war trotzdem einmalig.

Ansonsten bietet Bohol noch eine ganze Menge weiterer Attraktionen zum Erkunden an, von denen leider einige durch den Taifun Haiyan und das vorangegangene Erdbeben im Jahre 2013 stark beschädigt oder zerstört worden. Alleine entlang unserer Route zu den Chocolate Hills sind wir an diversen Möglichkeiten zum Bestaunen von Pythons, Krokodilen und sonstigen exotischen Tieren vorbei gekommen. Für besonders mutige gibt es auch eine Zipline, die zwischen zwei Bergen über den Loboc River gespannt ist. Entspannter kannst du die Landschaft um den Loboc River während einer Fahrt mit einem fahrendem Restaurantboot bestaunen.
Teil 1/5: Allgemeines zu den Philippinen
Teil 2/5: Surferparadies Siargao
Teil 4/5: Mit Schildkröten vor Apo Island schnorcheln
Teil 5/5: Schwarze Magie auf Siquijor
Nach Palawan haben wir es leider nicht geschafft, aber wollen das beim nächsten Mal auf jeden Fall nachholen. Gute Eindrücke und jede Menge schöner Fotos findest du bei 21hemoon.
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