Home Philippinen Schwarze Magie auf Siquijor (Teil 5/5)

Schwarze Magie auf Siquijor (Teil 5/5)

by Chris

Heute möchte ich meine Reihe zu den Philippinen mit einem Artikel über die bei Touristen bisher wenig bekannte Insel Siquijor abschließen. Siquijor zählt ebenfalls zu den Visayas und ist vor allem von Dumaguete aus mit Fähren zu erreichen. Die Überfahrt dauert weniger als eine Stunde und kostet knapp über vier Euro mit OceanJet. Palme im Sonnenuntergang auf SiquijorEs gibt mindestens drei Häfen (Siquijor, Larena und Lazi), die die Insel mit der Außenwelt verbinden, wobei Siquijor der größte mit den meisten Anbietern ist. Von Larena aus verkehrt z.B. zwei Mal wöchentlich eine Fähre, die Cebu über Nacht ansteuert und Schlafkabinen anbietet. Leider haben wir dies zu spät gemerkt, denn durch das Reisen über Nacht besteht natürlich einiges an Sparpotential. Weiterhin haben uns andere Reisende berichtet, dass auch private Boote zwischen Apo Island und Siquijor verkehren. Wenn du an dieser Strecke interessiert bist, solltest du bei anderen Touristen und deinen Gastgebern nachfragen, ob sie etwas darüber wissen oder jemanden kennen, der etwas weiß. Ich habe gehört, dass das Coco Grove Beach Resort die Strecke einmal täglich mit einem Privatboot fährt; allerdings für mindestens 1000 Peso pro Person.

Von Hexen, Heilern und der Tricycle-Mafia

Siquijor ist eine sehr ruhige Insel, die vor allem noch bei älteren Filipinos für schwarze Magie bekannt ist. Eine ältere Dame riet uns sogar davon ab, Siquijor zu besuchen, da ihr die Insel nicht ganz geheuer ist. So besteht tatsächlich die Möglichkeit gegen fast jedes erdenkliche Leiden ein Mittelchen oder einen Zaubertrank zu kaufen. Zur Wirkung kann ich leider nichts sagen, da mein bevorzugtes Heimittel auf den Philippinen dann doch ein frischer Mangosaft bleibt, und ich nichts von den Heilern und Hexen gekauft habe. Ausblick über SiquijorUngeheuerlich fand ich stattdessen die Ankunft am Hafen von Siquijor, wo bereits eine ganze Horde von Tricycle-Fahrern auf Neuankömmlinge wartet. Mit Schildern versuchen die Fahrer den Touristen von der Rechtmäßigkeit der aufgerufenen Preise zu überzeugen. Die Preise sind natürlich abgesprochen und nach meinem Empfinden auch teurer als auf den anderen von uns besuchten Inseln. Daher hätten wir ganz gerne ein Jeepney genommen. Allerdings sprachen deren Fahrer nicht mit uns – vielleicht wegen der Präsenz der Tricycle-Fahrer?! Nachdem wir mittlerweile ziemlich genervt waren, und eigentlich nur noch weg von diesem grauenhaften Ort wollten, machte uns endlich einer der Fahrer ein vernünftiges Angebot. Dieses nahmen wir an und so konnten wir schließlich unter bösen Blicken der anderen Fahrer die Reise zu unserer Unterkunft antreten.


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Optimales Preis-Leistungs-Verhältnis bei Gina & Bert 

Als wir die letzten Meter zum Palm Tree Guesthouse fuhren, waren wir wegen der Abgeschiedenheit nicht so ganz sicher, ob wir hier die richtige Unterkunft gewählt hatten. Allerdings wurden wir sofort sehr herzlich von Bert, einem niederländischem Auswanderer, begrüßt. Nachdem er den Tricycle-Fahrer ausdrücklich für seinen fairen Preis gelobt hatte, stellte er uns seiner philippinischen Freundin Gina vor. Die beiden sind echt ein süßes Paar, das sich arbeitstechnisch sehr gut ergänzt. Während Gina für alles Organisatorische zuständig ist und das große Ganze im Blick behält, kümmert sich Bert um die Gäste.

Die Unterkunft ist noch sehr neu und wurde meines Wissens nach erst letztes Jahr fertiggestellt. Es gibt insgesamt drei Hütten, wobei eine davon sogar mit einer Küche ausgestattet ist. Das Wohnhaus von Gina und Bert steht ebenfalls auf dem Grundstück und das Wohnzimmer sowie die Terrasse dürfen von den Gästen mitbenutzt werden. Das Frühstück ist nicht inklusive, aber sowohl Frühstück wie auch Abendessen können gegen kleines Geld bestellt werden. Besonders lecker war ein gegrilltes Huhn mit Lemongras-Füllung. Zur Erkundung der Insel und zur besseren Mobilität empfiehlt sich wieder die Miete eines Rollers. Gina besorgte uns einen für 300 Peso am Tag, was mit der beste Preis war, den wir auf den Philippinen erhalten haben.

Aktivitäten auf Siquijor

Cambugahay Falls auf Siquijor in den PhilippinenObwohl Siquijor bei Touristen noch nicht so beliebt ist, hält die Insel doch einiges an Attraktionen bereit. Diverse Wasserfälle und Höhlen warten nur darauf von dir entdeckt zu werden. Wir haben die Cambugahay Falls besucht, die sich über mehrere Ebenen erstrecken, und deren türkisfarbenes Wasser einfach zum Schwimmen einlädt. Nicht verpassen solltest du einen Besuch des Old Enchanted Balete Trees, der über 400 Jahre alt sein soll und sehr beeindruckend ist. Zudem befindet sich an dessen Fuße ein künstlich geschaffener Pool, in dem diese kleinen Fische leben, die die Hornhaut von den Füßen abknabbern. Unbedingt mal probieren, obwohl es speziell am Anfang ein sehr merkwürdiges und für manche unangenehmes Gefühl ist.

Old Enchanted Balete Tree auf Siquijor auf den PhilippinenAnsonsten solltest du Siquijor mit einem Roller auf eigene Faust erkunden. Am höchsten Punkt der Insel sollen nämlich Hexen leben – wir trafen zwar keine an, aber dafür ist die Aussicht über die Insel einfach atemberaubend. Unterwegs kamen wir an zahlreichen Bauarbeitern vorbei, da die Passstraße derzeit erneuert wird, und beim Vorbeifahren mussten wir jeden einzelnen von ihnen grüßen. Die Strände auf Siquijor lohnen sich im Vergleich zu den anderen Inseln nicht so sehr, was wohl daran liegt, dass diese sehr flach abfallend sind und Schwimmen daher fast unmöglich ist. Zum Abschluss noch eine Empfehlung für ein Restaurant: Baha Ba’r. Dieses komplett aus Holz gebaute Restaurant empfängt den Besucher mit einer herrlich relaxten Stimmung und das Essen ist frisch und ausgezeichnet. Abschließend sei angemerkt, dass sich Siquijor vor allem für diejenigen unter euch eignet, die die üblichen Touristenpfade ein wenig verlassen wollen und nach mehr Ruhe und Abgeschiedenheit suchen.

Noch ein paar Worte zu Cebu

Die erste sowie die letzten beiden Nächte unserer Philippinenreise haben wir in Cebu verbracht. Dabei war mein Eindruck, dass es sich hierbei um eine typische asiatische Großstadt handelt, die vor allem durch Lärm und Dreck auffällt. Von Einheimischen haben wir erfahren, dass speziell 2013 nach den beiden großen Katastrophen viele Menschen nach Cebu gekommen sind, die alles verloren hatten. Dementsprechend wohnen leider viele arme Menschen in Cebu, die kaum etwas besitzen und teilweise ihre Kinder lieber zum Betteln als in die Schule schicken. Wirklich gelohnt hat sich Cebu also für mich nicht und zum Abschluss hätte auch eine statt zwei Nächte vollkommen ausgereicht, um entspannt den Flieger zurück nach Deutschland zu nehmen.

Teil 1/5: Allgemeines zu den Philippinen

Teil 2/5: Surferparadies Siargao

Teil 3/5: Sightseeing auf Bohol

Teil 4/5: Mit Schildkröten vor Apo Island schnorcheln


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Zusammenfassung
Schwarze Magie auf Siquijor (Teil 5/5)
Artikelname
Schwarze Magie auf Siquijor (Teil 5/5)
Beschreibung
Erfahre mehr über die bei Touristen noch nicht so bekannte Insel Siquijor, die vor allem bei Einheimischen für schwarze Magie bekannt ist.
Autor
Erschienen auf
Worldonabudget
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2 comments

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Jan H. 27. Juni 2018 - 16:36

Hey ihr zwei, wieder einmal ein toller Bericht von Euc-h diesmal über eines der letzten Paradiese in SO-Asien, da ich als alter Fuchs die Phils das erste mal 2002 bereiste, war das noch ein viel grösseres Abenteuer ohne Smartphone , iPads und mobiles Internet-eine grosse Herausforderung, da die An-u.Abreise der Inselhüpferein gut und gern einen ganzen Tag/Nacht (oder mehr!) in Anspruch nahmen. In heutiger Zeit mit den Low Coast Carriers alles (fast kein) Problem mehr. Nun bin ich jährlich mind. 2x auf den Inseln und kann sagen ich habe viell. auch erst 70% abgegrast in den letzten 16 Jahren… es gibt noch einige Geheimtips, die ich aber für mich behalte-viell. reist ihr ja noch mal an und schaut Euch mal den Norden, sowie Palawan an 😉 mit besten Grüßen Euer Jan
PS: bei mir gehts im Jan/Feb/Mar19 von Rio über Buenes Aires rüber nach Montevideo via Lima nach Bogota dann irgendwann weiter nach Leticia-> Manaus mit dem AmazonasDampfer ..
PS2: Eurer KOL Bericht war gaanz toll-weiter soo…!!

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Chris
Chris 28. Juni 2018 - 19:27

Hallo Jan,

wow, vielen lieben Dank für dein Lob! Wir werden ja noch ganz rot… 🙂

Auf die Philippinen werden wir mit Sicherheit irgendwann wieder reisen und dann kommen auch hoffentlich Palawan und der Norden dran. Vielleicht verrätst du uns dann ja doch noch den einen oder anderen Geheimtipp, wenn es soweit ist 😉

Deine Reisepläne für Anfang 2019 hören sich sehr gut an! In Südamerika kennen wir bisher leider noch viel zu wenig, aber dafür ist Kolumbien echt eine Wucht und eines unserer Lieblingsländer geworden.

Ganz liebe Grüße und schon mal viel Spaß und tolle Erfahrungen für deine Reise!
Chris

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