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Reisebericht Rumänien – ein Roadtrip quer durch das Land

by Gastbeitrag

Hallo, ich bin Anne, die kleine Schwester von Chris. Ich bin 23 Jahre alt und arbeite ab diesem Sommer als Grundschullehrerin. Das reicht an Infos, oder? Schließlich geht es hier um meinen Urlaub und nicht um mich. Und wenn ich von meinem Urlaub rede, ist das eigentlich schon falsch. Ich war nämlich nicht alleine, sondern mit meinem Freund unterwegs, deshalb werde ich auch ab jetzt von wir und uns sprechen.

Rumänien? Wie kommt man auf Rumänien? Die Antwort ist weniger spannend, als man meinen könnte. Mein Freund kommt einfach von dort und so entstand im Frühling dieses Jahres die Idee, ein wenig durchs Land zu reisen.
Weil wir viele Städte sehen wollten und deshalb viel Auto fahren mussten, haben wir uns dazu entschieden, mit dem Auto zu fahren. Übrigens gilt für fast alle Unterkünfte in Rumänien, in denen wir gewohnt haben, dass es sinnvoll ist, ein Auto zu haben, denn meist waren wir nicht allzu zentral und die Busverbindungen nicht optimal, aber gut, da könnte man selbst ein wenig recherchieren, wenn man ohne Auto reisen möchte.


Zwischenstopp in Wien

Bis zu unserer ersten Station in Rumänien wären es allerdings mehr als 20 Stunden Fahrt gewesen, weshalb wir uns für einen Zwischenstopp in Wien entschieden. Da wir noch einen Gutschein für ein A&O Hostel hatten, haben wir diesen eingelöst und gleich zwei Nächte im schönen Wien verbracht.

Das Riesenrad am Wiener Prater ist eine ganz besondere Attraktion.

In Wien haben wir uns die (für uns) wichtigsten Sehenswürdigkeiten angesehen, das Schloss Schönbrunn und das Schloss Belvedere, den Stephansdom, das Hundertwasserhaus, den Wiener Prater und das Museumsquartier. Natürlich hätte man sich noch sehr viel mehr ansehen können, aber das hat uns in der kurzen Zeit gereicht, denn eigentlich hatten wir ja nur einen ganzen Tag, da wir abends ankamen und morgens schon wieder loswollten.

Am Schloss Belvedere kommt man bei einem Besuch in Wien nicht vorbei.

Ich muss allerdings sagen, dass mir von den paar Sehenswürdigkeiten, die wir uns angesehen haben, der Wiener Prater am besten gefiel. Klar, die Schlösser waren auch nicht schlecht, aber die Atmosphäre auf dem Prater war schon eindrucksvoll. Das Riesenrad für 10,00 Euro pro Fahrt haben wir uns aber gespart und sind stattdessen eine Runde Achterbahn gefahren.

Unterkunft: a&o Wien Stadthalle*

Essen: Veggiezz und das beste vegane Eis, das ich je gegessen habe, gibt es bei Veganista.

Leckeres veganes Eis bei Veganista in Wien


Roadtrip Rumänien: Cluj-Napoca

Am nächsten Morgen ging es gegen 09:30 Uhr Richtung Cluj-Napoca, das den Deutschen eventuell besser bekannt ist als Klausenburg. Dort waren auch wieder zwei Nächte geplant, die wir in einer super schönen Wohnung verbrachten, die wir über Airbnb gebucht hatten. Hier könnt ihr euch die Wohnung ansehen und buchen, solltet ihr auch mal in der Gegend sein.

Cluj-Napoca ist die zweitgrößte Stadt Rumäniens und die Hauptstadt des Kreises Cluj in Siebenbürgen. Ich hatte mir zwar vor der Reise einige Notizen gemacht und Dinge aufgeschrieben, die man unternehmen und ansehen kann, aber da wir auch in Cluj-Napoca nur einen vollen Tag hatten, haben wir uns hauptsächlich die Stadt angeschaut. Ich persönlich fand sie nicht besonders schön, aber auch nicht hässlich. Die Altstadt ist ganz nett. Hier gibt es viele Cafés und Restaurants, außerdem gibt es in der Stadt zig Museen, die man sich ansehen kann.

Die Altstadt von Cluj-Napoca beim Roadtrip durch Rumänien

Das Einzige, was wir uns außer der Stadt selbst angesehen haben, war der botanische Garten, der selbst für mich, die sowas sonst langweilig findet, ganz schön war.

Riesige Seerosen im Botanischen Garten in Cluj-Napoca

Anne steht auf einer Brücke im Botanischen Garten in Cluj-Napoca

Außerdem sehenswert in der Stadt soll der Central Park sein, das Museumsquartier und die Turda Salzmine (ca. 35 Kilometer außerhalb der Stadt). Im Nachhinein bin ich ein wenig traurig, dass wir uns die Zeit nicht genommen haben, denn, was man im Internet dazu lesen kann, klingt doch sehr spannend. Essen waren wir zwei Mal im Samsara, das vegetarische und (roh-)vegane Küche anbietet.

Vegane Pizza bei Samsara in Cluj-Napoca

Alle Essensempfehlungen in diesem Reisebericht sind übrigens für Vegetarier und Veganer geeignet.  Für deutsche Verhältnisse war das Essen dort, wie in allen anderen Städten, die wir besucht haben, sehr günstig. Naja, alles andere in Rumänien natürlich auch, aber das wisst ihr vermutlich, das Land ist schließlich nicht das reichste…

Veganer Kuchen in Rumänien im Samsara in Cluj-Napoca


Exkurs: Tiere in Rumänien

Wenn man an Rumänien denkt, fallen einem sicher recht schnell die Straßenhunde ein. Ich habe damit gerechnet, dass wir einige sehen, aber dass es so viele sein würden und es ein so trauriger Anblick sein würde, darauf war ich nicht wirklich gefasst. Neben Straßenhunden laufen aber auch eben mal ein paar Pferde über die Straße.

Hunde liegen in Rumänien am Straßenrand

Anne kommt einem Straßenhund in Rumänien näher

Anne umringt von Straßenhunden in Rumänien

Aber auch Tiere, die scheinbar Besitzer haben, sieht man zu Genüge. Häufig handelt es sich dabei um Pferde, aber auch Ziegen, Schafe, Kühe und so weiter, die teilweise unter sehr schlechten Bedingungen gehalten werden. Oft haben wir gesehen, dass die Tiere angekettet waren und nur einen Bewegungsradius von ein paar Metern hatten. Genauso oft waren aber ihre Köpfe mit einem ihrer Hinterbeine zusammengekettet, sodass sie nur kleine Schritte machen konnten und die Bewegungsfreiheit sehr eingeschränkt war. Mir haben diese Anblicke mehr als einmal das Herz gebrochen. Also seid darauf gefasst, solltet ihr eines Tages Rumänien bereisen wollen.

Pferde beim Roadtrip durch Rumänien

Wenn ihr genau hinseht, seht ihr die Kette vom Kopf zum Hinterbein.

Ein angekettetes Pferd in Rumänien.

Jaa, auch das ist meiner Meinung nach Quälerei. Wir haben aber sogar noch viel schwerer beladene Kutschen gesehen, die von einem einzigen, oft sehr abgemagertem und verschwitztem Pferd gezogen wurden.

Ein abgemagertes Pferd zieht einen Karren in Rumänien


Roadtrip Rumänien: Sibiu (Hermannstadt)

Von Cluj-Napoca aus fuhren wir nach Sibiu (Hermannstadt), wo wir leider nur eine Nacht geplant hatten. Leider, weil ich diese Stadt tatsächlich von allen, die wir gesehen haben, am schönsten fand. Hier brauchten wir auch kein Auto, um ins Zentrum zu kommen, da unsere Unterkunft sehr zentral gelegen war.

Notiert hatte ich mir für Sibiu: Piata Huet, das ist ein Platz, auf dem auch eine Kirche steht, von deren Turm man eine tolle Aussicht über die Stadt haben soll. Allerdings waren wir nur auf dem Platz. Weil es doch recht warm war und wir schon viel gelaufen waren, hatten wir nicht so große Lust, den Turm zu erklimmen. Okay, eigentlich hatte nur ich keine Lust, aber um alleine hochzusteigen, reichte die Motivation meines Freundes dann auch nicht.

Eine Kirche haben wir uns trotzdem von innen angesehen. In Rumänien gibt es nämlich unfassbar viele Kirchen (kein Wunder, denn 98% der Bevölkerung bekennt sich als gläubig), die im Gegensatz zu vielen Häusern meist top in Schuss waren und von innen mehr als beeindruckend. Jedenfalls die eine, die wir uns angesehen haben 😀 Was mich überrascht hat, waren die fehlenden Bänke. Laut meines Freundes muss man dort während des Gottesdienstes knien oder stehen. Das scheint, wie Wikipedia sagt, in den christlich-orthodoxen Kirchen normal zu sein.

Ein Blick in eine prunkvolle Kirche in Sibiu

Diese Kirche in Sibiu ist sehr aufwendig verziert

Außerdem hatte ich die Strada Nicolae Balescu notiert, auf die wir aber automatisch gelangt sind, weil es einfach die Hauptstraße der Stadt war. Dort gab es viele Restaurants, Cafés und kleine Läden. Wer allerdings richtig shoppen will, wird hier nicht wirklich fündig.

Anne wandelt über die Strada Nicolae Balescu in Sibiu

Die Lügenbrücke oder Liegenbrücke ist eine weitere Attraktion, die die Stadt zu bieten hat. Vor unserer Reise hatte ich gelesen, dass die Brücke Lügenbrücke heißt, weil sie der Legende nach wackelt, wen man darauf steht und eine Lüge erzählt. Allerdings habe ich gerade beim Recherchieren gelesen, dass sie eigentlich Liegenbrücke heißt… Es gibt verschiedene Namen und Legenden über diese Brücke, aber die könnt ihr hier selbst nachlesen, wenn sie euch interessieren.

Außerdem stand das Historische Museum auf meiner Liste, das wir uns allerdings nicht angesehen haben, stattdessen waren wir im Brukenthal National Museum, das uns gerade mal 3,00 Euro für zwei Personen gekostet hat und recht interessant war. Gegessen haben wir bei She´s green . Es hat super lecker geschmeckt, allerdings ist das Restaurant sehr klein und zur Mittagszeit war die Wartezeit sehr lang. Trotzdem war das Essen die Warterei wert.

Veganer Burger im Shes green in Sibiu

Nachdem wir dann noch ein wenig durch die Stadt gelaufen sind, wollten wir eine kurze Pause machen und später nochmal los. Da es dann aber regnete, fiel das leider aus. Dafür waren wir spät am Abend dann noch auf dem Cibin Market, auf dem es viel regionales Obst und Gemüse, leider aber auch lebendige Tiere in winzigen Käfigen zu kaufen gab.

Tiere werden in winzigen Käfigen auf dem Cibin Market in Rumänien gehalten


Transfogarascher Hochstraße

Am nächsten Tag brachen wir gegen 10:00 Uhr auf. Unser nächstes Ziel war Brașov oder auch Kronstadt, bevor es dort allerdings hinging, erfüllte mein Freund sich einen lange gehegten Traum. Er wollte schon immer mal die Transfăgărășan (Transfogarascher Hochstraße) entlangfahren. Diese ist eine Gebirgsstraße in Rumänien. Die Straße verbindet das Argeș-Tal in der Großen Walachei mit dem Olt-Tal in Siebenbürgen, wobei man das Făgăraș-Gebirge überquert. Die Transfogarascher Hochstraße ist Teil der Nationalstraße DN 7C, die 151 Kilometer lang ist.

Ausblick auf die wunderschöne rumänische Landschaft

So macht der Roadtrip in Rumänien Spaß

Kurz hatte er überlegt, es doch nicht zu machen, weil es einige Zeit in Anspruch nimmt, aber da er schon vor der Reise davon geschwärmt hatte, habe ich beschlossen, dass das auf gar keinen Fall infrage kommt. Und wir bereuen es beide nicht. Die Landschaft war einfach toll und der Fahrspaß bleibt auch nicht aus.

Die Transfogarascher Hochstrasse ist ein ganz besonderes Highlight bei einem Roadtrip in Rumänien

Oben auf dem Berg angekommen, gab es dann einen See, der bei guter Sicht wahrscheinlich auch sehr schön gewesen wäre. Wir hatten allerdings Pech, wie man auf dem Bild sieht. Theoretisch hätten wir dann auf der anderen Seite des Berges wieder runterfahren können, da dies aber einen Umweg von 6 Stunden bedeutet hätte, sind wir doch lieber dieselbe Strecke wieder zurückgefahren.

Neblige Sicht auf dem Höhepunkt der Transfogarascher Hochstrasse


Roadtrip Rumänien: Brașov (Kronstadt)

Vom Ende der Straße aus waren es dann nochmal ungefähr zwei Stunden bis zu unserer Unterkunft in der Nähe von Brașov. Dort kamen wir dann im Nachmittag an. Nachdem wir uns kurz frisch gemacht hatten, sind wir dann im frühen Abend in die Stadt gefahren, um etwas bei Simone´s zu essen und uns die Stadt schon mal ein wenig anzusehen. In Brașov stand eindeutig am meisten auf meiner To-Do-Liste, allerdings haben wir auch hier wieder nur ein paar Punkte abgehakt. Einer davon: Strada Sforii, eine der engsten Straßen Europas.

Die Strada Sforii in Brasov ist eine der engsten Straßen Europas

Schloss Dracula

Natürlich mussten wir uns Dracula’s Castle, Castelul Bran oder auch Schloss Dracula ansehen. Schon vorher hatte ich allerdings gelesen, dass man sich davon nicht allzu viel versprechen darf. Ich fand es zwar nicht super langweilig, aber auch nicht besonders spannend. Zudem war es brechend voll, denn auch die Rumänen hatten Sommerferien.

Die Burg wird lediglich Schloss Dracula genannt, da sie der Beschreibung aus dem Roman Dracula von Bram Stoker ähnelt. Der walachische Fürst Vlad III. Drăculea hat das Schloss aber vermutlich nie betreten. Der Eintritt beträgt 40 Rumänische Leu (= 8,00 Euro), wobei ihr mit einem anerkannten Studierendenausweis günstiger reinkommt. Meiner wurde übrigens nicht anerkannt.

Das Schloss Dracula sorgt seit jeher für schaurige Legenden in der ganzen Welt

Wäre es nicht so voll gewesen, hätte man sich die Zeit nehmen können und all die Infotafeln lesen können, dann wäre das Ganze sicher etwas spannender geworden, aber da man blöd angeguckt wurde, wenn man ein paar Sekunden zu lang stehen blieb, haben wir das gelassen. Wie an so vielen Attraktionen gab es hier etliches an Souvenirs, Klamotten und Essen zu kaufen. Außerdem gab es neben dem Schloss ein kleines Freilichtmuseum, das wir auch für nicht mal 2,00 Euro besuchen konnten.

Nach dem Besuch dort sind wir dann zur Rașnov Citadel gefahren. Von dort oben hat man einen schönen Ausblick und auch die Burgruine an sich ist ganz interessant. Allerdings gibt es keine Fotos, schlicht und einfach, weil ich keine guten gemacht habe.

Brașov Hill

Am zweiten Tag stand Brașov Hill auf unserem Plan. Hierbei handelt es sich um einen Berg, den man zu Fuß oder mit der Seilbahn erklimmen kann und von dem man eine schöne Aussicht über die Stadt hat. Außerdem kann man von unten das Brașov Sign bewundern, das sehr an das Hollywood Sign erinnert.

Ähnlich wie in den Hollywood Hills gibt es auch am Brasov Hill ein Namensschild

Wenn man oben ist, kann man das Zeichen dann aus der Nähe von hinten betrachten. Trotz warmen 30° haben wir uns dazu entschieden, den Berg hochzulaufen, was uns eine knappe Stunde kostete. Oben verbrachten wir eine halbe Stunde mit fotografieren, Pause machen und umherlaufen und anschließend haben wir uns für den angenehmen Weg mit der Bahn nach unten entschieden.

Ein atemberaubender Ausblick vom Brasov Hill in Rumänien

Der Weg nach oben führte über einen schmalen Weg, der teilweise recht uneben ist, weshalb man besser Wanderschuhe oder zumindest festes Schuhwerk tragen sollte. Nachdem wir dann wieder unten angekommen waren, entschieden wir uns, „zu Hause“ eine Dusche zu nehmen und anschließend wieder in die Stadt zu fahren, um bei Festival 39 zu essen.


Rumänien Roadtrip: Limanu

Montagmorgen ging es dann zu unserer vorletzten Station: Limanu in der Nähe von Constanța, also an die Küste Rumäniens. Unsere Unterkunft haben wir wieder über Airbnb gefunden.

Schloss Peleș

Vorher machten wir aber noch einen Abstecher zum Castelul oder Schloss Peleș, das circa 1,5 Kilometer nordwestlich der Stadt Sinaia liegt. Wir machten eine etwa 1,5-stündige Tour auf Rumänisch. Mein Freund übersetzte mir hin und wieder ein bisschen was, aber größtenteils bestand die Tour für mich nur aus Anschauen. Auch sonst hat mein Freund mir meist nur Bruchteile von dem, was er hörte oder von Unterhaltungen übersetzt. Wenn ich ihn bat, mir den Inhalt eines fünfminütigen Gespräches zu übersetzen, schaffte er das meist locker in einem Satz. Danke für nichts 😀 Naja, das Schloss war jedenfalls wirklich beeindruckend, aber da wir dort nicht viel fotografiert haben, gibt es an dieser Stelle keine Bilder.

Strand in Limanu

In Limanu hatten wir unseren längsten Aufenthalt von fünf Tagen. Nachdem wir uns bisher nur Städte angesehen hatten, stand jetzt endlich Strand auf dem Programm. Da wir aber abends ankamen, gingen wir nur noch etwas essen bei El Greco und am nächsten Morgen erst zum Strand.

Die folgenden beiden Tage sahen ähnlich aus: von morgens bis spätnachmittags Strand, abends essen gehen. Es gibt in der Umgebung verschiedene Strände und obwohl wir extra mehrere Einheimische fragten, wo am wenigsten los sei, war es an allen Stränden, die wir besuchten, recht voll.

Ein Herz für Tiere in Limanu

Am letzten Tag unseres Aufenthalts in Limanu ging es allerdings nicht baden, sondern mit unserer Gastgeberin, die sich seit Beginn ihrer Rente den Straßenhunden in ihrer Gegend widmet, zu ihrem kleinen „Tierheim“. Wir hatten der Frau erzählt, dass wir überlegten, einen Hund zu adoptieren und sie hatte gleich eine Hundedame für uns im Sinn. Mit dieser verbrachten wir dann den Tag, entschieden uns aber dann schweren Herzens dagegen, sie mitzunehmen, da unsere momentane Situation das nicht ganz zulässt. Wenn alles gut geht, könnten wir sie aber im Herbst zu uns kommen lassen.

Da Strandfotos langweilig sind und wir auch kaum welche gemacht haben, gibt es nur ein Bild von Lupa und mir.

Anne geht mit Lupa in Rumänien spazieren


Zwischenstopp in Budapest

Freitag ging es dann in aller Frühe Richtung Heimat. Weil die Strecke ein bisschen lang gewesen wäre, hatten wir aber einen Stopp in Budapest eingeplant. Leider kamen wir erst recht spät in Budapest an, so dass wir nur noch schnell in der Hummusbar etwas essen gingen und dann todmüde ins Bett fielen. Am nächsten Morgen ging es dann auch ziemlich früh weiter. Budapest scheint aber eine sehr schöne Stadt zu sein, für die wir uns gerne irgendwann etwas mehr Zeit nehmen würden. Nach weiteren 12 Stunden Fahrt kamen wir dann am späten Abend in der Heimat an.


Fazit zum Roadtrip durch Rumänien

Gefühlt saßen wir mehr im Auto, als dass wir die Städte und das Land genießen konnten. Das ist auch der Grund, warum ich eine solche Reise nicht nochmal machen würde und sie auch nicht empfehle. Jedenfalls nicht in 13 Tagen. Wenn man viel Zeit hat, ist das etwas anderes, aber so war es doch teilweise sehr anstrengend.

Dennoch kann ich das Land nur empfehlen. Natürlich kommt man nicht daran vorbei, viel Armut zu beobachten und auch Tierquälerei findet an jeder Ecke statt, aber trotzdem bietet Rumänien schöne Städte und vor allem schöne Landschaften, die wirklich eine Reise wert sind.

Speziell wenn man günstig reisen oder Urlaub machen möchte, bietet das Land sich natürlich an. Unterkunft und Essen sind super günstig und auch Sprit und Eintritte sind weit billiger, als man das von anderen Urlaubsländern kennt.


Vielleicht war ja jemand schon mal da und möchte in den Kommentaren von seinen Erfahrungen berichten. Mich würde nämlich mal interessieren, welche Städte sonst noch sehenswert sind, falls wir nochmal nach Rumänien reisen sollten. Ansonsten bedanke ich mich fürs Lesen und hoffe, ihr könnt eventuell ein paar Tipps gebrauchen oder habt euch wenigstens gut unterhalten gefühlt 🙂


Mehr Inspiration?


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Zusammenfassung
Artikelname
Reisebericht Rumänien - ein Roadtrip quer durch das Land
Beschreibung
Ihr plant einen Roadtrip durch Rumänien? In diesem Reisebericht findet ihr alle Highlights für eure eigene 2-wöchige Tour durch Rumänien!
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Erschienen auf
Worldonabudget
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18 comments

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Vanessa 13. September 2018 - 13:07

Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich erst nach und nach Gefallen an den osteuropäischen Ländern finde. Lange habe ich gedacht, dass sie nicht so sehenswert sind. Eigentlich totaler Quatsch den Ungarn und Bulgarien zum Beispiel haben mir super gefallen.
Auch diesen Beitrag finde ich sehr empfehlenswert und informativ!
Vielen Dank für die tollen Tipps & die schönen Fotos! 🙂

Liebe Grüße,
Vanessa

Reply
Chris
Chris 13. September 2018 - 20:35

Hallo Vanessa,

da freut sich Anne bestimmt sehr über deinen netten Kommentar 🙂

Wie geht es dir denn? Wie war Costa Rica und gab es noch weitere Reisen?

Liebe Grüße
Chris

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Jonas 16. Januar 2019 - 19:27

Ich war letztes Jahr für ein längeres Wochenende in Bukarest. Es hat mir dort gut gefallen.
Dieses Jahr werd ich das Land außerhalb der Städte mit dem Motorrad erkunden. Momentan bin ich noch auf der Suche nach tollen Orten.
Danke für den Beitrag. Das Salzbergwerk werde ich mir wohl anschauen.

Reply
Chris
Chris 16. Januar 2019 - 23:07

Hallo Jonas,

da wird sich meine Schwester aber sehr freuen, das zu hören 🙂 Rumänien ist auch eines der Länder, das wir in naher Zukunft gerne mal besuchen wollen. Und dir viel Spaß für deinen Rumänientrip und den Besuch des Salzwerkes!

Liebe Grüße
Chris

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Bianca 25. März 2019 - 16:22

Hallo super interessanter Reisebericht. Wir haben auch geplant einen ähnlichen trip dieses Jahr im Juli zu machen. Ich habe nur etwas bedenken wegen den Strassenverhältnissen und vor allem das Auto (mit deutschem Kennzeichen) in rumänien abzustellen. Welche Erfahrungen habt ihr diesbezüglich gemacht? Beste Grüße Bianca

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Chris
Chris 26. März 2019 - 17:29

Hallo Bianca,

der Reisebericht ist von meiner Schwester und wir waren selbst noch nicht in Rumänien. Daher kann ich deine Fragen leider nicht beantworten. Ich habe aber meiner Schwester Bescheid gegeben und hoffe, dass sie dir zeitnah antwortet!

Liebe Grüße
Chris

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Anne 26. März 2019 - 17:55

Liebe Bianca,
wir selbst waren mit einem neuen Golf GTI unterwegs und hatten anfangs auch Bedenken. Haben extra ein Lenkradschloss gekauft, es am Ende aber doch nicht benutzt, weil wir nie abseits geparkt haben und uns dann eher wenig Sorgen gemacht haben. JE nachdem, wo ihr unterwegs seid, kann ein Schloss aber sicher nicht schaden. Die Straßen waren total in Ordnung, allerdings sind Autobahnen wenig bis gar nicht vorhanden, sodass man viel LAndstraße fährt und lange unterwegs ist. Ich hoffe, ich konte dir helfen und dir deine Sorgen etwas nehmen 🙂
Liebe Grüße

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Thomas 7. August 2019 - 8:07

Das sieht echt toll dort aus. Vor allem ist das mal was anderes und keines der klassischen Reiseziele. Mir könnte es in Rumänien sicher auch sehr gut gefallen.
Liebe Grüße
Thomas

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Marie
Marie 7. August 2019 - 15:45

Lieber Thomas,

bestimmt! Wir waren auch ganz begeistert wie vielseitig und wunderschön alles aussieht. Rumänien wollen wir auch schon seit Ewigkeiten mal selbst besuchen.

Liebe Grüße
Marie

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LX 16. August 2019 - 2:07

Kurzer Hinweis im Text steht Budapest, gemeint ist aber sicher Bukarest

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LX 16. August 2019 - 2:15

Sorry, Missverständnis. Hatte gedacht der Zwischenstopp war in Bukarest wegen Rumänien, Budapest macht aber natürlich Sinn, wenn man nach Deutschland zurückfährt. Mein Kommentar kann gerne gelöscht werden.

Reply
Chris
Chris 19. August 2019 - 20:51

Alles gut 🙂 Wir freuen uns immer, wenn wir auf Fehler hingewiesen werden und diese korrigieren können. Schließlich sollen die Infos ja stimmen!

Viele Grüße
Chris

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Saskia 5. Februar 2020 - 15:47

Hallo ihr Lieben,
um eure Autos braucht ihr euch wirklich keine Sorgen zu machen. In dem Bericht ist das deutsche Erbe sicherlich in wenig zu kurz gekommen. Die ganze Region Siebenbürgen/Transilvanien wurde über 800 Jahre von Deutschen bewohnt. Viele sind erst in den 60er bis 80er Jahren des letzten Jahrhunderts ausgewandert und reisen immer wieder gern in die Heimat. An jeder Ecke steht in den Sommermonaten ein Auto mit deutschem Kennzeichen. Es wird immernoch viel deutsch gesprochen. Straßennamen und Speisekarten findet ihr auch oft in deutsch. Und auch die Zigeuner/Roma haben es nicht nötig euch zu beklauen. Ich fühle mich immer sicher und herzlich willkommen – vielleicht ist es aber auch mein siebenbürger Erbe????. Über die hier angesprochene Tierquälerei möchte ich mich nur in so weit äußern, dass es sicherlich nicht unserem westlichen Standard entspricht. Allerdings werden Schweine, Hühner und co. hier an der frischen Luft und ohne Chemie groß gezogen. Die Frage ist doch, ob ein Mastschwein in Deutschland tatsächlich glücklicher ist. Die Menschen sind hier Selbstversorger und leben oft noch wie vor 100 Jahren. Ihre Tiere stellen ein sehr hohes Gut dar. Wenn ein Pferd, Schaf oder Schwein abhanden kommt heißt es hungern…. wir hier haben die Wahl, was wir kaufen und wie wir uns ernähren – ein großes Privileg. Die Menschen dort haben dies nicht.
Viele Grüße Saskia

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Anne 9. Februar 2020 - 16:16

Hallo Saskia,
ich habe bereits geschrieben, dass wir das mitgebrachte Lenkradschloss nicht benutzt haben, weil wir uns eben meistens keine Sorgen gemacht haben. Trotzdem gibt es in Rumänien, wie auch in Deutschland oder anderen Ländern, sicherlich Ecken, in denen man sein Auto nicht allzu lange unbewacht stehen lassen sollte. Ganz am Anfang des Artikels schrieb ich, dass mein Freund aus Rumänien kommt, er hat dort bis zu seinem 16. Lebensjahr gelebt und hat trotzdem das Schloss gekauft. Ich denke, das spricht für sich.
Was das deutsche Erbe angeht, muss ich sagen, dass ich da weder ausreichend informiert bin, noch irgendwo gesagt habe, dass es in dem Artikel darum gehen wird. Inwiefern es also „zu kurz“ kam, kann ich nicht ganz nachvollziehen, da es sich hier um einen Reisebericht handelt, der keinerlei Ansprüche auf geschichtliches Hintergrundwissen erhebt.
Ich habe gerade nochmal meinen gesamten Bericht gelesen und frage mich, an welcher Stelle ich geschrieben habe, dass uns Roma beklauen wollten, ich Angst davor hatte oder sonst etwas…???? Das Wort „Zigeuner“ finde ich übrigens diffamierend.
Zu der Tierquälerei möchte ich Folgendes sagen: Mir ist durchaus bewusst, dass Kühe/Schweine/Hühner… in Deutschland um einiges schlimmer gehalten werden. Niemals würde ich sagen, dass es ein Mastschwein hier besser hat. Ich habe lediglich beschrieben, was ich gesehen und dabei empfunden habe, wollte dies aber nicht mit den Zuständen in Deutschland vergleichen. Dennoch hat es mich eben teilweise geschockt, dass Pferden der Kopf mit dem Hinterlauf zusammengekettet wurde. Hier passiert viel Schlimmeres, ich weiß, man sieht es aber nicht auf der Straße.
Liebe Grüße

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Julian 20. Februar 2020 - 11:36

Danke für den schönen Beitrag. Ich war letztes Jahr in Rumänien und war positiv vom Land überrascht. Allerdings hat mir Bukarest überhaupt nicht gefallen. In den Kommentaren wurde das ja mehrfach positiv erwähnt. Da ist es sehr voll, viele Autos und die Altstadt ist eine Katastrophe. Wir sind direkt nach Brasov weitergefahren und haben überlegt, ob wir unseren Roadtrip so verlängern, dass wir da nicht mehr hinmüssen. Bukarest kann man sich gut schenken. Lieber länger in Sibiu oder Brasov bleiben, da ist es deutlich entspannter.
xxx

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Anne 22. Februar 2020 - 15:09

Hi Julian,
danke für die Blumen. So ähnlich sieht mein Freund das mit Bukarest auch. Deshalb waren wir auch nicht da, wobei uns auch die Zeit gefehlt hätte. Was Sibiu angehen, stimme ich dir auf jeden Fall zu, da wäre ich auch gern länger geblieben.
Liebe Grüße

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Erika Breitenstein 28. Juni 2020 - 18:41

Hallo Anne.
Habe mit großer Begeisterung deinen Artikel gelesen. Ihr wart an Orten die ich noch nicht erlebt habe. Ich bin in Hermannstadt geboren und in Schässburg aufgewachsen. Meine Eltern gehören zur deutschen Minderheit die seit Jahrhunderten in Siebenbürgen gelebt und die Landschaft und Städte aufgebaut und sehr geprägt haben. Wir wanderten 1991 nach Deutschland aus. Jahrzehnte später zog es mich wieder hin und jetzt ist es wie eine Sucht, ich muss ein zweimal pro Jahr hin.
Ich kann dir Schässburg/ Sighișoara absolut empfehlen. Wunderschöne Altstadt, kleine enge Gassen, bunte Häuser. Ist sogar von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt worden. Für mich ist es aber vor allem der Ort wo ich meine Kindheit und Jugend verbrachte, bin also da ziemlich vorbelastet 😁😁😁.
Liebe Grüße Erika Breitenstein

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Anne 28. Juni 2020 - 21:31

Hallo Erika,
freut mich, dass dir als gebürtige Rumänin mein Artikel gefallen hat! 😊
Schässburg klingt sehr verlockend, danke für den Tipp!
Vielleicht kannst du ja den ein oder anderen von meinen Tipps für deine nächste Reise brauchen. Würde mich freuen, wenn du berichtest.

Liebe Grüße

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