Werbung: Dieser Beitrag ist ein Gastartikel.
Joanna und Andrea betreiben gemeinsam Querido Mundo und bieten dort authentische Reisen nach Lateinamerika an. Als echte Expertinnen konnten wir sie gewinnen, um uns etwas über das kleine Silvia in Kolumbien zu erzählen.
Inhaltsverzeichnis
Besuche die ältesten Ureinwohner Kolumbiens
Nur knapp 60 km von der weißen Kolonialperle Popayán entfernt liegt das besondere Andendorf Silvia. Für uns ein perfekter Ort, um in eine fremde Welt einzutauchen und einen Tag mit den ältesten Ureinwohnern Kolumbiens zu verbringen – den Guambianos.
Wir machten uns also mit dem Bus von Popayán aus auf, um den Ureinwohnern, die über die Stadtgrenzen hinaus für ihre traditionelle Lebensweise bekannt sind, einen Besuch abzustatten.
Als wir ankamen, trauten wir unseren Augen kaum. Männer mit königsblauen Röcken und Frauen mit weißen überdimensionalen Perlenketten empfingen uns mit einem breiten Grinsen. Von da an wussten wir, dass wir von diesem Tag noch lange schwärmen würden.
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Das Highlight Silvias
Das Highlight dieses besonderen Ortes ist definitiv der farbenfrohe Markt, der jeden Dienstag mit allerhand Kuriositäten auffährt. Er ist einfach einer der authentischsten Märkte, auf dem wir bis jetzt waren.
Jeden Dienstag kommen die Guambianos aus den umliegenden Bergdörfern mit den typischen kunterbunten Bussen (Chivas) nach Silvia, um ihr saftiges Obst, frisches Gemüse und liebevoll ausgearbeitetes Kunsthandwerk zu verkaufen.
Wir haben es uns natürlich nicht nehmen lassen, all die nicht identifizierbaren Obstsorten zu probieren und waren von dieser uns unbekannten kulinarischen Geschmacksexplosion einfach nur begeistert. Vor allem die gefühlt tausend Kartoffelsorten in sämtlichen Farben haben uns die Sprache verschlagen.
Bei soviel Exotik waren wir natürlich Feuer und Flamme und wollten am liebsten ein Foto nach dem nächsten schießen. Allerdings sollte man hierbei ein bisschen vorsichtig sein. Einige der Guambianos empfinden es als sehr unhöflich, wenn man eine Nahaufnahme von ihnen macht.
Ja, manche setzen dies sogar mit dem Raub der Seele gleich. Deswegen frag lieber, bevor Du ein Foto der Indigenen knipst, damit sich die Guambianos auch noch länger über den Besuch von uns Fremden freuen.
Aber nicht nur für den Marktbesuch lohnt es sich Silvia zu besuchen. Das Örtchen steckt auch darüber hinaus voller grandioser Möglichkeiten, da die Landschaft einfach spektakulär ist. Diese kannst Du entweder per Pferd oder natürlich zu Fuß erkunden. Wir entschieden uns dafür, einfach durch die Straßen zu schlendern und das Treiben der Einheimischen hautnah zu erleben.
Eine klitzekleine Anstrengung haben wir dann doch noch auf uns genommen, als wir zur Kirche hochgewandert sind, um dem lebhaften Markttreiben zu entkommen und die atemberaubende Aussicht über die spektakuläre Landschaft in Stille zu genießen.
Wie kommst Du am besten nach Silvia?
Silvia ist eine gute 1,5-stündige Busfahrt von Popayán entfernt. Mehrere Busunternehmen bringen Dich vom Busterminal in Popayán nach Silvia. Wir haben uns für das Unternehmen Coomotoristas del Cauca entschieden und können es uneingeschränkt weiterempfehlen.
Unser Fahrer war sehr zuvorkommend und heizte nicht wie ein Verrückter, was leider öfters in Kolumbien vorkommt.
Die Busse fahren dienstags früh sehr oft, d.h. ungefähr alle 20 Minuten, bzw. wenn der Kleinbus voll ist. Falls Du an einem anderen Wochentage nach Silvia fahren möchtest, frag am besten in Deiner Unterkunft oder direkt am Busbahnhof nach. Die Busse fahren an den anderen Wochentagen leider nicht so oft nach Silvia und die Fahrpläne sind etwas flexibler.
Um wieder zurück nach Popayán zu gelangen, reihst Du Dich am besten am Nachmittag in die kleine Menschenschlange vor der eher unscheinbaren Touristeninformation am Marktplatz. Auch hier gilt das Prinzip „Ist der Bus voll, geht’s los!“. Allerdings musst Du ein bisschen mehr Wartezeit als in Popayán mitbringen.
Die Busfahrt ist sehr günstig und kostet hin- und zurück insgesamt 16.000 Pesos (ca. 5,00 Euro) (Stand: April 2018).
Noch ein Tipp: Falls Dir schnell schlecht bei kurvigen Straßen wird, solltest Du vorsichtshalber Reisetabletten mit dabei haben, da die Strecke nicht ganz ohne ist.
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Schlafen in Silvia – unser Unterkunftstipp
Ganz zufällig sind wir auf die schnuckelige Unterkunft „La Parilla Paisa“ direkt am Marktplatz gestoßen. Sie liegt ziemlich zentral am Marktplatz und eigentlich wollten wir dort nur einen Kaffee trinken, weil uns die liebevolle Einrichtung so angelacht hat. Und schwupps haben wir ein Pläuschchen mit der netten Kellnerin angefangen, die uns daraufhin die Zimmer des Hostals zeigte.
Die Zimmer der Unterkunft sind keine Luxuszimmer, da der Tourismus in Silvia noch nicht so weit entwickelt ist. Aber für ein oder zwei Nächte definitiv ausreichend. Uns hat vor allem die liebevolle Art und Weise der Gastmutter und die liebevolle Einrichtung überzeugt.
Lohnt sich der Abstecher nach Silvia?
Definitiv – vor allem, wenn Du während Deiner Reise nochmal ein ganz anderes Kolumbien kennenlernen möchtest. Denn in diesem schönen, beschaulichen Dörfchen ticken die Uhren noch anders. Es ist wie eine kleine Zeitreise.
Es ist super spannend für ein oder zwei Tage in diese andere Welt einzutauchen. Da sich bis jetzt kaum Touristen dorthin verirren, ist Silvia noch sehr ursprünglich und der Markt ganz weit von einem 0815 Touristenmarkt entfernt.
Allerdings würden wir das Dorf vorzugsweise an einem Dienstag, dem Markttag, besuchen. Also, falls Popayán auf Deinem Weg liegt, plan auf jeden Fall einen Abstecher nach Silvia ein. Es lohnt sich!
Mehr Inspiration?
- In unserem umfangreichen Backpacking-Guide zu Kolumbien findet ihr alle nützlichen Infos für eure eigene Reise.
- Und damit die Fortbewegung kein Problem ist, haben wir auch einen Guide für den Transport in Kolumbien geschrieben.
- Ein großes Highlight war der Besuch des Amazonas in Leticia. Dort könnt ihr auch mit rosa Delfinen schwimmen.
- Unwirklich und zugleich touristisch noch nicht so überlaufen ist die Desierto de la Tatacoa.
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2 Kommentare
Liebe Marie und lieber Chris, ich bin Julia und werde bald nach Kolumbien reisen. Also unser Trip (mein freund und ich) werden zuerst nach Rio de janeiro reisen. Für ein 4 Tage. Dann wird es nach Kolumbien gehen. Wir werden zu Weihnachten dort ankommen und wissen noch garnicht genau, was wir wie und wann sehen wollen….es gibt so wahnsinnig viel. Wir haben jedoch viel Zeit: vom 23.12.-31.1. am ende wollen wir einen segeltörn machen von cartagena nach panama über die san blas inseln. blue sailing hat bis lang das beste angebot gemacht. (unser rückflug ist ab Panama) Habt ihr Ideen, wie wir die Route machen können? erst bogota? dann medellin? da sollen tausende von kilometern an weihnachtslichtern hängen, das muss der wahnsinn sein. Und das weltgrößte salsa festival in cali wollen wir auch sehen. ich würde mich wahnsinnig über ideen und hilfe von euch freuen. alles liebe euch julia
Hallo Julia,
Kolumbien ist ein wunderbares Land und ihr werdet eine tolle Zeit haben! Allerdings darf man die Entfernungen in diesem riesigen Land nicht unterschätzen. Wir waren selbst 6 1/2 Wochen dort und waren recht schnell unterwegs und hatten trotzdem das Gefühl, dass wir viele Ecken noch gar nicht gesehen haben.
Wo kommt ihr denn an? In Bogotá?
Von Bogotá würden wir euch empfehlen, zunächst weiter in den Süden zu reisen und die Desierto de la Tatacoa unweit von Neiva zu besuchen. Obwohl wir damit gar nicht so gerechnet hattet, wurde dies eins unserer Highlights in Kolumbien. Im Anschluss könntet ihr dann weiter nach Cali, falls das zeitlich mit dem Salsa Festival aufgeht. Über Salento und das Valle de Cocora könnt ihr dann weiter nach Medellín, wo ihr mindestens 3 – 4 Tage einplanen solltet. Von Medellín könnte es Sinn machen, zuerst nach Villa de Leyva (traumhaft schöne Kolonialstadt) und dann weiter nach San Gil (Mekka für Adrenalinjunkies mit Rafting, Paragliding, etc) zu fahren. Dann geht es weiter nach Santa Marta an die Küste. Von dort könnt ihr Ausflüge in den Tayrona und nach Palomino sowie Minca unternehmen. Im Anschluss geht es dann weiter nach Cartagena, von wo ihr das Segelboot nach Panama nehmt. Optional könntet ihr aber weiter bis Capurganá und von da Schnellboote auf die San Blas Inseln nehmen.
Besonders gut gefallen hat uns auch das Amazonasgebiet rund um Leticia. Um dahin zu kommen, muss man allerdings fliegen und die Flüge gibt es nicht unter 200,00 Euro pro Person für Hin- und Rückflug.
Wir hoffen, dass euch das schon mal weiterhilft bei eurer Routenplanung. Meldet euch gerne bei weiteren Fragen und berichtet uns nachher, wie eure Reise war 🙂
Liebe Grüße
Marie und Chris